Was ist der Klimawandel?

Über Jahrmillionen hat das globale Klima stets Schwankungen aufgewiesen. Seit dem Beginn der Industrialisierung hat sich aber die Zusammensetzung der Atmosphäre durch die Emissionen von Treibhausgasen verändert. Diese von Menschen verursachte Erwärmung verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und führt zu einem spürbaren Wandel des Klimas. Diese Erderwärmung wirkt sich erheblich auf Mensch und Natur aus.

Die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur hat in den letzten 130 Jahren bereits um 1.04°C zugenommen. Insbesondere die starke Zunahme der Erderwärmung seit 1950 kann gemäss den wissenschaftlichen Berichten des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) nicht mehr mit natürlichen Klimaschwankungen erklärt werden. Mit grosser Wahrscheinlichkeit sind hierfür Treibhausgase wie Kohlenstoffdioxid (CO2) verantwortlich, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas sowie durch grossflächige Landnutzung, etwa bei der Abholzung tropischer Regenwälder, in die Atmosphäre gelangen und deren Treibhauseffekt verstärken.

Die globale Erwärmung – eine Kettenreaktion
Die steigenden Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre erhöhen nicht nur die Luft- und Meerestemperaturen, sondern reduzieren auch die gesamte globale Schnee- und Eismasse. Hierdurch, aber auch durch die Zunahme des Volumens von Wasser mit steigender Temperatur, steigt zudem der Meeresspiegel an.

Natürliche Zyklen im globalen Klima
Abgesehen von den anthropogenen, d.h. aus menschlicher Aktivität resultierenden Ursachen, weist das globale Klima mehr oder weniger starke Schwankungen auf, hervorgerufen durch verschiedene natürliche Prozesse. Im Allgemeinen können vier verschiedene Parameter genannt werden, die das globale Klima schwanken lassen:

  • Änderungen der einfallenden Sonnenstrahlung
  • Änderungen der reflektierten Sonnenstrahlung
  • Änderungen der in den Weltraum abgegebenen Wärmestrahlung
  • Interne Schwankungen des Klimasystems

Wiederkehrende Veränderungen der Erdumlaufbahn können in regelmässigen, sehr grossen Abständen von mehreren Zehntausend Jahren, festgestellt werden, wobei hohe Korrelationen mit den klimatischen Veränderungen auf der Erde dokumentiert sind. Ebenso variieren die Aktivität und damit die auf der Erde ankommende Strahlung der Sonne. Die Lage der Kontinente wirkt sich direkt auf die Luft- und Meereszirkulationen und damit auf das globale Klima aus. Durch Vulkanausbrüche werden grosse Mengen an CO2, dem wohl bekanntesten Treibhausgas, aber auch an Aerosolen, vulkanischer Asche und Staupartikeln ausgestossen, wodurch sich letztlich eine zeitweilige Abkühlung des Klimas über ein bis zwei Jahre ergibt.

Quellen: Umweltbundesamt (UBA) 2017; IPCC 2018, Special Report Global Warming of 1.5 ºC; FAU Florida Atlantic University 2018

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