myclimate Skills for Future zeichnet Projekte von Lernenden aus

Eine fleisch- und fischfreie Menüoption, ein Kartonschredder und Alternativen zu Blumensteckschaum: Im Rahmen von myclimate Skills for Future entwickelten Lernende eigene Projekte zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Am 15. Oktober 2026 zeichnete myclimate die erfolgreichen Teams am Berufsbildungszentrum IDM Thun vor mehr als 50 Gästen aus.

Das Projekt «Cryptomeria-Teller» belegt den ersten Platz in der Kategorie «Spark». Bild: myclimate

Wie lassen sich Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Alltag und im Beruf konkret angehen? Mit dieser Frage beschäftigten sich Lernende verschiedener Berufe im Rahmen von myclimate Skills for Future. Unterrichtsimpulse von Bildungsexpert*innen von myclimate bildeten den Ausgangspunkt für ihre eigenen Projekte. An einigen teilnehmenden Berufsschulen entstanden diese als Vertiefungs- oder Übungsarbeiten. Eine national zusammengesetzte Jury bewertete die eingereichten Arbeiten. Darin waren auch Fachpersonen des Bundesamts für Umwelt (BAFU) sowie Lehrpersonen aus der Berufsbildung vertreten. 
 

Vier ausgezeichnete Projekte im Überblick 

 

«Cryptomeria-Teller»: eine fleisch- und fischfreie Menüoption

Drei Floristinnen entwickelten gemeinsam mit der Mensa ihrer Berufsschule eine fleisch- und fischfreie Telleroption weiter und machten mit Kommunikationsmassnahmen darauf aufmerksam. Das Projektteam beziffert das jährliche Einsparpotenzial auf rund 360 Kilogramm Fleisch und 11,7 Tonnen CO₂. Der «Cryptomeria-Teller» belegte den ersten Platz in der Kategorie «Spark», die Projekte mit Bezug zum Privatleben umfasst.

 

«Shred-X»: Karton vor Ort zerkleinern

Mit einem Kartonschredder möchte das Team von «Shred-X» das Transportvolumen von Karton reduzieren. Die Lernenden entwarfen dafür ein digitales Modell mit computergestützter Konstruktion (CAD) und fertigten anschliessend ein Modell im 3D-Druck. Dieses montierten, testeten und optimierten sie. Das Projekt wurde mit dem ersten Platz in der Kategorie «Shift» ausgezeichnet. In dieser Kategorie stehen Projekte mit Bezug zum Beruf im Mittelpunkt.

 

«Recharge»: gebrauchten Akkus eine neue Verwendung geben

Drei Polymechaniker*innen entwickelten aus Akkus gebrauchter Einweg-Vapes funktionsfähige Powerbanks. Im Rahmen ihrer Projektarbeit entstand ein Prototyp mit eigens gefertigtem Gehäuse. «Recharge» belegte den zweiten Platz in der Kategorie «Shift».

 

«Zukunftsorientierte Floristik»: Alternativen zu Blumensteckschaum erproben

Zwei Floristinnen untersuchten Alternativen zu herkömmlichem Blumensteckschaum. Sie recherchierten sechs alternative Steckmethoden und erprobten diese in der Praxis. Nach Angaben des Projektteams liess sich der Steckschaumeinsatz bei den im Projekt untersuchten Blumen-Abonnements um 50 Prozent reduzieren. «Zukunftsorientierte Floristik» erhielt den ersten Platz in der Kategorie «Transform», die Projekte mit Bezug zum Lehrbetrieb umfasst. 

 

Projekte vorstellen und Erfahrungen austauschen 


Die Prämierung bot den Lernenden Gelegenheit, ihre Arbeiten einem Publikum aus Schule und Berufspraxis vorzustellen. Evelyn Mischler, Rektorin des IDM Thun, eröffnete den Anlass. Bei der Projektbesichtigung und in Kurzinterviews gaben die Teams Einblick in ihre Ideen und Erfahrungen. An der Würdigung beteiligten sich auch Lona Widmer von der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung (EHB) sowie Stefan Heusser, Abteilungsleiter Allgemeinbildung am IDM Thun. Vertretungen der Lehrbetriebe und Berufsbildner*innen waren ebenfalls vor Ort. Beim anschliessenden Apéro konnten die Gäste und Projektteams ihre Gespräche vertiefen. 
 

Nachhaltigkeit mit beruflicher Praxis verbinden 
 

Die vier Projekte veranschaulichen den Ansatz von myclimate Skills for Future: Lernende setzen sich mit Nachhaltigkeit auseinander, greifen konkrete Fragen auf und entwickeln eigene Lösungsansätze. Dabei bringen sie ihre beruflichen Kompetenzen ein und erproben, wie sich ihre Ideen in die Praxis übertragen lassen. 

 

Lernende erläutern einem Berufsbildner ihr Projekt.
Felix D. Schönenberger von myclimate moderiert den Anlass.
Luca Bronzini von myclimate würdigt «Recharge», das zweitplatzierte Projekt in der Kategorie «Shift».
Lona Widmer von der Eidgenössischen Hochschule für Berufsbildung (EHB) würdigt «Shred-X», das erstplatzierte Projekt in der Kategorie «Shift».
Stefan Heusser vom IDM Thun würdigt «Zukunftsorientierte Floristik», das erstplatzierte Projekt in der Kategorie «Transform».
Bei der Prämierung, von links nach rechts: Mischa Kaspar (myclimate), Matthias Dörig, Sabine Wüthrich, Barbara Monti di Sopra und Felix D. Schönenberger (myclimate).
Lernende und Lehrpersonen des IDM Thun tauschen sich aus.

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