FAQ

Klimawandel & Klimaschutz

Was ist der Klimawandel?

Über Jahrmillionen hat das globale Klima stets Schwankungen aufgewiesen. Seit dem Beginn der Industrialisierung hat sich aber die Zusammensetzung der Atmosphäre durch die Emissionen von Treibhausgasen verändert. Diese von Menschen verursachte Erwärmung verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt und führt zu einem spürbaren Wandel des Klimas. Diese Erderwärmung wirkt sich erheblich auf Mensch und Natur aus.

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Was sind die Folgen des Klimawandels?

Der Klimawandel verändert das Temperaturgleichgewicht der Erde und hat weitreichende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt. Im Zuge der globalen Erwärmung werden die Energiebilanz und damit die Temperatur der Erde durch die erhöhten Treibhausgaskonzentrationen verändert, was weitreichende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt hat.

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Was sind die Ursachen des Klimawandels?

Die globale Klimaerwärmung der letzten 50 Jahre ist mit über 95% Wahrscheinlichkeit auf den Mensch zurückzuführen. Die Beurteilung der Risiken des von Menschen verursachten Klimawandels sowie das Sammeln von entsprechenden Vermeidungs- und Anpassungsstrategien fällt dem Weltklimarat (IPCC) zu, einer zwischenstaatlichen Institution, die vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEO) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) ins Leben gerufen wurde.

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Was sind Treibhausgase?

Treibhausgase sind diejenigen Gase in der Erdatmosphäre, die den sogenannten Treibhauseffekt produzieren. Die meisten Treibhausgase können einen natürlichen, aber auch einen anthropogenen (menschengemachten) Ursprung haben.

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Was ist der Treibhauseffekt?

Der Treibhauseffekt ist grundsätzlich ein natürlicher Prozess, der die Temperatur auf der Erde massgeblich bestimmt. Allerdings steigt seit Beginn der Industrialisierung das Vorkommen langlebiger Treibhausgase drastisch.

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Was ist und wodurch entsteht CO₂?

Kohlenstoffdioxid (CO₂) ist ein farb- und geruchloses Gas, das als Teil des Kohlenstoffkreislaufs natürlicher Bestandteil unserer Luft ist.

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Was sind CO₂-Äquivalente?

CO₂-Äquivalente (CO₂e) sind eine Masseinheit zur Vereinheitlichung der Klimawirkung der unterschiedlichen Treibhausgase.

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Wer produziert CO₂?

Circa 84% aller anthropogenen (menschengemachten) CO₂-Emissionen stammen aus den Bereichen Elektrizitäts- und Wärmeproduktion, Landwirtschaft, Industrie und Transport.

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Was ist Nachhaltigkeit?

Die ökologische Definition von Nachhaltigkeit stammt aus dem sogenannten Brundtland-Bericht aus dem Jahre 1987 und beschreibt eine nachhaltige Entwicklung als eine solche, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne dabei die Zustände zukünftiger Generationen zu beeinträchtigen.

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Was sind Klimaschutzprojekte?

Klimaschutzprojekte fördern den Einsatz erneuerbarer Energien, realisieren Energieeffizienzmassnahmen oder reduzieren den Methanausstoss. Dies kann durch technologische Fortschritte, die Filterung von Treibhausgasen aus Kraftwerken und Produktionsanlagen, aber auch durch Aufforstung und andere geeignete Massnahmen in der Landwirtschaft erfolgen.

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Welche Standards erfüllen die myclimate Klimaschutzprojekte?

myclimate wendet bei der Auswahl und Gestaltung der eigenen Klimaschutzprojekte nur die strengsten, unabhängigen Qualitätsstandards wie CDM, Gold Standard und Plan Vivo an.

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Was sind sinnvolle Massnahmen und Lösungen gegen den Klimawandel?

Jeder kann zum Klimaschutz beitragen! Getreu dem Motto «Vermeiden, reduzieren und kompensieren» können wir Verantwortung für unseren eigenen ökologischen Fussabdruck, d.h. auch für unsere CO2-Emissionen übernehmen. Zu den wichtigsten alltäglichen Ursachen schädlicher Emissionen gehören Reisen mit dem Auto oder Flugzeug, aber auch Heizung und Strombedarf sowie das eigene Konsumverhalten.

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Kompensation

Was sind CO₂-Zertifikate?

CO₂-Zertifikate stehen für die Menge an Emissionen, die kompensiert werden. Ein Zertifikat entspricht dabei einer Tonne Treibhausgase.

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Wieso soll ich kompensieren?

Der menschengemachte Klimawandel zählt zu den grössten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Getreu dem Motto von myclimate „do the best, offset the rest“ sollen CO2-Emissionen gar nicht erst entstehen, sondern vermieden werden. Da es für das Klima aber vorallem wichtig ist, dass die weltweiten Emissionen in der Summe abnehmen, können unvermeidbare Emissionen auch kompensiert werden.

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Was ist ein CO₂-Budget?

Mit dem Begriff CO₂-Budget soll veranschaulicht werden, wie viel CO₂ durch den eigenen Lebensstil verursacht werden darf, um die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Durch die Ratifizierung des Pariser Abkommens hat es sich die Schweiz zum Ziel gesetzt, ihre Emissionen spätestens bis 2100 auf netto Null zu reduzieren und die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen. Dies bedeutet, dass jede Person in der Schweiz bis 2100 jährlich weniger als 0,6t CO₂ ausstossen darf.

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Wie hilft meine Kompensation beim Klimaschutz?

Die myclimate Klimaschutzprojekte reduzieren Emissionen, indem fossile Energiequellen durch erneuerbare Energie ersetzt oder energieeffiziente Technologien gefördert werden. Hochwertige Klimaschutzprojekte tragen darüber hinaus zur sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Entwicklung in der Region bei.

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Ist meine Kompensation nicht einfach ein Ablasshandel für ein gutes Gewissen?

Bei einem Ablasshandel bezahlen Sie ausschliesslich fürs gute Gewissen, doch mit der Unterstützung eines hochwertigen Klimaschutzprojektes setzen Sie sich wirksam fürs Klima ein und leisten einen wertvollen Beitrag für den Umweltschutz.

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Wieviel meiner Kompensation landet bei den Projekten?

Eine CO2-Kompensation bewirkt nur dann etwas, wenn die Kompensationsgelder tatsächlich direkt den Klimaschutzprojekten zugutekommen. Als gemeinnützige Stiftung garantiert myclimate, dass mindestens 80 Prozent der Kompensationsgelder für die Klimaschutzprojekte vor Ort verwendet werden. Die restlichen maximal 20 Prozent benötigt die gemeinnützige Stiftung für die Deckung der Verwaltungs- und stiftungsinternen Kosten.

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Kann ich sicher sein, dass mein Geld wirklich die versprochenen CO₂-Emissionen reduziert?

myclimate investiert ausschliesslich in Projekte, die konkret messbare und langfristige Erfolge bringen. Nur ausgewiesene, tatsächlich erfolgte Emissionsreduktionen über eine längere Vertragsdauer von 7 bis 14 Jahren werden bei Energieprojekten verrechnet. Die Kompensationsgelder werden grundsätzlich nach Erbringung der Reduktionen an die unterstützten Projekte ausbezahlt. Die Höhe des Beitrages hängt dabei von der Höhe der effektiv eingesparten klimawirksamen Emissionen ab. Eine Besonderheit stellen die Waldprojekte dar, deren Zeithorizont naturgemäss mit 30 bis 50 Jahren länger ist.

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Macht myclimate Gewinn mit dem Verkauf von CO₂-Kompensationen?

Nein, myclimate ist eine Non-Profit-Organisation und verwendet als Stiftung alles Geld für das übergeordnete Ziel, das Klima zu schützen.

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Kann ich meine Spende/Kompensation von den Steuern abziehen?

Ja, myclimate und myclimate Deutschland sind gemeinnützige Organisationen und deshalb in der Schweiz und in Deutschland von den Steuern befreit. Sämtliche Kompensationszahlungen und Spenden an myclimate können in der Schweiz sowie in Deutschland von den Steuern abgezogen werden.

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Emissionen & Fussabdruck

Was ist ein ökologischer Fussabdruck?

Der ökologische Fussabdruck (Ecological Footprint) wurde Mitte der 1990er Jahre von Mathis Wackernagel und William Rees entwickelt und hat sich als ein Indikator für Nachhaltigkeit durchgesetzt. Er gibt an, wie stark das Ökosystem und die natürlichen Ressourcen der Erde beansprucht werden.

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Was ist Klimaneutralität?

Aktivitäten sind klimaneutral oder CO2-neutral, wenn sie keine Treibhausgasemissionen verursachen, das Klima also nicht belasten.

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Was bedeutet «Netto-Null-Emissionen»?

«Netto-Null-Emissionen» bis 2030 oder 2050 wird oft gefordert in der von Greta Thunberg ausgelösten weltweiten Klimabewegung. Doch was bedeutet «Netto-Null-Emissionen» eigentlich?

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Was sind «Negativemissionen»?

Um Netto-Null-Emissionen zu erreichen (siehe: Was bedeutet «Netto-Null Emissionen»?) ist es in vielen Szenarien nötig, Emissionen, welche verursacht werden, andernorts mit Negativemissionen wieder einzusparen. Dazu werden momentan verschiedene Techniken des Carbon Dioxide Removal (CDR) und der CO₂-Sequestrierung, auch Carbon Capture and Storage (CCS) genannt, erforscht.

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Was ist der Emissionenhandel?

In Europa, Nordamerika, Australien und Neuseeland wurden nationale bzw. regionale Emissionshandelssysteme eingeführt, um besonders energieintensive und emissionsintensive Industrien durch einen Marktmechanismus zu regulieren, der jedoch nur wenige Branchen umfasst. Der Emissionshandel reduziert auf marktwirtschaftlicher Basis den Ausstoss klimaschädlicher Gase und setzt so Impulse für Investitionen in klimaschonende Technologien.

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Was ist Suffizienz?

Suffizienz, auch mit Genügsamkeit umschrieben, setzt beim Verhalten der Konsumenten an. Nach dem «Weniger ist mehr»-Prinzip soll der allgemeine Ressourcenverbrauch auf ein nachhaltig zukunftsverträgliches Mass reduziert werden, da die derzeitigen Verteilungsverhältnisse von Gütern und Ressourcen nicht nur ökologisch gefährlich, sondern auch international fragwürdig sind.

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Was ist das Kyoto-Protokoll und das Pariser Abkommen?

Auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung im Jahr 1992 in Rio de Janeiro wurde die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) mit dem Ziel, die Treibhausgaskonzentrationen in der Atmosphäre auf einem tragbaren Niveau zu stabilisieren und damit schwerwiegenden Folgen entgegenzuwirken, verabschiedet. Nach der Ratifizierung durch den 50. Staat trat sie im Jahr 1994 in Kraft.

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Was sind Emissionsszenarien, Klimamodelle und Klimaprojektionen?

Klimamodelle bilden die Basis auf welcher anhand von verschiedenen Emissionszenarien das wahrscheinliche Klima der Zukunft, sogenannte Klimaprojektionen, berechnet werden. Dabei beschreiben die Klimamodelle wie das Klima der Erde funktioniert, während die Emissionsszenarien den Einfluss der Menschen auf die Umwelt beschreiben. Werden die Klimamodelle mit den Emissionsszenarien kombiniert, kann somit mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit vorausgesagt werden, wie das Klima in der Zukunft wird.

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